Wofür brauche ich verschiedene Übersetzungen beim Spinnrad?

Das Übersetzungsverhältnis sagt wie oft sich die Spule, bzw. der Spinnflügel (je nachdem wie der Antriebsriemen läuft) dreht im Verhältnis zum Schwungrad. Könnt Ihr leicht ausprobieren. Merkt Euch einen Punkt am Schwungrad und dreht eine Umdrehung. Dann zählt Ihr, wie oft sich Spule bzw. Spinnflügel gedreht hat.

Die Theorie besagt. Je höher dieses Verhältnis ist, je dünner kann man spinnen. Das geht hoch bis zum Traditional mit Lace-Flyer mit einem Verhältnis von 40:1. Je besser man spinnen kann und die Hände das tun, was Ihr wollt, je höher wird auch das Verhältnis sein, dass Ihr wählt. Da Ihr dann mit den Händen schneller seid und Ihr dann auch schneller treten müsstet. Wenn Ihr dann ein größeres Verhältnis wählt, so könnt Ihr weiterhin langsamer treten. Daher gibt es auch einen Unterschied zwischen einem Anfängerrad und einem für Fortgeschrittene.

Das Ashford Traditioanl hat standardmäßig Übersetzungen von 1:6,5 bis 1:17,5 mit Lace-Flyer bis 1:40.

Das Louet S10 hat übrigens die folgenden Übersetzungsverhältnisse: 1:5,5 bzw.1:7,5 und 1:10,5.

Das Schacht hat Übersetzungen von 1:4 bis 1:27.5 , je nachdem welchen Wirtel man benutzt.

Beim Merino (www.wollknoll.de) sind mir die Übersetzungen nicht bekannt.

Ella Wunder (www.konsum-centrum.de) bietet Spinnräder von 1:5 bis 1:15.

Obwohl das Schacht wirklich mein Lieblingsspinnrad ist, kann ich darauf nicht wirklich dünn spinnen. Dafür nehme ich dann das Ashord Traveller mit Lace-Flyer. Das hat dann noch etwas mehr 1:30. Leider komme ich mit dem Traditional nicht so zurecht, sonst wäre das Verhältnis mit 1:40 noch etwas besser.

Generell kann man aber natürlich auch später durch Spinntechnik viel von den unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen ausgleichen. Man muß halt dann schneller treten und den Faden länger festhalten.